Seit 1771 begeht die offizielle Steiermark den 19. März als Gedenktag ihres Landespatrons, des Heiligen Josefs – selten zuvor noch dürfte aber die Jugend so im Mittelpunkt des Festaktes gestanden sein wie in diesem Jahr in der Aula der Alten Universität. Auf Einladung von Landeshauptmann Mario Kunasek hielt in diesem Jahr eine Vertreterin der Steiermark von morgen die Festrede: Viola Schnepfleitner, Maturantin des Erzherzog Johann BORG Gymnasiums Bad Aussee und Siegerin des Landesredewettbewerbes. Mit ihren vielschichtigen Ausführungen zum Thema „Daheim ist es am schönsten“ gelang der Obersteirerin der überzeugende Nachweis, dass die Steiermark eine Heimat mit Tiefgang und Weitblick zugleich ist.
Zuvor konnten Landeshauptmann Kunasek und Landeshauptmann-
„Wir können stolz auf unsere historisch gewachsene Steiermark sein. Aber wir dürfen nie vergessen, dass sich unsere Steiermark immer weiterentwickelt hat“, richtete Landeshauptmann Kunasek den Fokus auf die Jugend der Steiermark. An sie gerichtet, betonte er, dass man nicht den Glaubenssatz annehmen dürfe, dass man eh nichts ändern könne. „Ich sage Euch, Ihr könnt es und ihr könnt alles erreichen.“ Dies müsse man den jungen Menschen als Botschaft mit auf ihre Reise geben. Er freue sich dazu schon auf die Ausführungen der Festrednerin, so Kunasek.
Die Steiermark ist ein schönes Land, in dem etliches möglich ist, unterstrich auch Landeshauptmann-
Die Festrednerin, Viola Schnepfleitner, wollte unter dem Motto „Daheim ist es am schönsten“ wohlweislich nicht nur die landschaftlichen Schönheiten ihrer (näheren) Heimat im Ausseerland verstanden wissen. Sie sei froh, dass sie sich als junge Frau keine Sorgen über ihren Bildungsweg machen müsse wie Altersgenossinnen in Afghanistan, keine Sorgen wie die Menschen in der Ukraine, in Gaza oder Afrika. Dennoch habe sich der sorgenlose Blick in die Zukunft auch in ihrer Generation eingetrübt.
Man könne freilich schon Angst haben vor mancher Entwicklung in der Welt. „Wir haben es vielleicht nicht schwerer, aber die Herausforderungen sind andere. Der Hass wird immer größer, die Liebe wird immer kleiner.“ Dennoch und trotzdem müsse und dürfe man hoffen. Schnepfleitner fügte einem Panoptikum des Guten den Satz hinzu: „Wir sollten alle Hoffnung haben, denn Hoffnung ist der erste Schritt der Veränderung.“ Man möge, richtete sie abschließend einen jugendlichen Appell an das festliche Auditorium, nicht nur die Wurzeln der Steiermark ehren, sondern auch für eine Steiermark arbeiten, in der man nicht nur aufgewachsen ist, sondern auch bleiben möchte.
Sehr festlich fiel freilich auch schon die Dekoration des Foyers aus – im Stiegenaufgang zur Aula konnten die Festgäste auf Tuchfühlung mit der Steiermark gehen: Die Trachtenkleidung aus dem Steirischen Heimatwerk hatte Rudolf Lantschbauer gefällig zusammengestellt.